Über mich

Ich koche für mein Leben gern, lese seit Jahren Kochblogs und traue mich nun endlich, auch selbst meine Fabrikate und Kreationen zu veröffentlichen, um vielleicht den ein oder anderen zu inspirieren. 

Als Student ist mein Budget begrenzt, doch das fördert die Kreativität. Ich koche mit Vorliebe solide Gerichte aus aller Welt, doch ab und zu gibt es auch einen Ausreißer in die filigrane Kochkunst. Es ist mir ein Anliegen, häufig indonesische Gerichte vorzustellen, da ich bisher wenige Rezepte aus diesem Kulturkreis in der Bloggergemeinde gesehen habe, selbst aber die indonesische Küche ganz gut kenne und vor allem sehr schätze, da meine Schwiegermutter in spe eine gebürtige chinesisch-stämmige Indonesierin ist und sehr gut kocht. Von ihr wird wahrscheinlich öfters die Rede sein als von ihrer Tochter, meiner Freundin Sari. Mit ihr kann ich leider selten kochen, weil ich am Herd ein unerhörter Besserwisser bin und ihr das nicht antun will. Sie übernimmt dafür das Backen. Unser Leben dreht sich gänzlich ums Essen, sodass wir zum Beispiel ständig darüber nachdenken, welches Restaurant wir besuchen können, wenn wir mal wieder genug Geld haben. Wenn das mal nicht der Fall ist, jammern wir uns gegenseitig etwas vor, dass wir zu viel essen und deshalb leider Sport machen müssen. Ach, wir haben uns einfach gesucht und gefunden :) Aus unsere Beziehung geht auch der Blog-Name hervor; als wir frisch zusammen waren, habe ich einmal geschrieben, dass ich mich auf sie freuen würde wie ein Schnitzel und ihre Antwort war: "Und ich mich auf dich wie ein frisch verzierter Cupcake". Achja, Verliebte sind doch kitschig :) Natürlich müssten im Namen eigentlich zwei L's stehen, aber das sieht einfach doof aus und deshalb hat der Ästhet über den Germanisten triumphiert.


Ich wohne in einer ländlichen Gegend im Raum Stuttgart und entsprechend ist auch meine Küche jenseits des indonesischen  Interesses geprägt. Ich liebe Schmorgerichte mit viel Sauce, Maultaschen gibt es immer um Ostern selbstgemacht und Spätzle mit em a Rahmsößle mache ich auch mal nachts um zwei, wenn mich Gelüste überfallen.

Ihr werdet in diesem Blog in der Zutatenliste nichts von "Bio-Hühnchen" oder etwas in der Art lesen; es ist zwar so, dass ich selbst  mein weniges Fleisch fast nur in Bio-Qualität kaufe, weil das einfach besser schmeckt und mir auch ein besseres Gewissen verschafft, und bei Gemüse meistens auf Regionalität und Saisonalität achte, doch ich will dabei nicht belehrend auftreten. Das ist meine Entscheidung, auch wenn ich dagegen verstoße, weil ich im Winter irgendwann doch einmal genug vom Wintergemüse habe oder weil ich mir ein exotisches Lebensmittel gönnen will, aber ich will die Lebensweise niemandem aufzwingen. Aber man kann ja natürlich nebenbei einfließen lassen, wo man kauft und durch die Rezeptauswahl - wenn möglich werden nur regionale und saisonale Lebensmittel eingesetzt - doch auch ein wenig beeinflussen.

Nun hoffe ich, dass euch mein kunterbunter Mix aus indonesischen Gerichten, schwäbischen Klassikern und weltgewandter Küche gefällt und ihr eine schöne Zeit hier verbringt.

Kommentare:

  1. Eine sehr sympathische "Über mich"-Vorstellung - ich musste herzhaft lachen. Denn seien wir mal ehrlich: Ästhetik über Germanismus? Da bist du ein sehr seltener Fall, lass dir das von einer Germanistin gesagt sein. Ansonsten freue ich mich, dass auf deinem Blog so eine bunte Mischung an schwäbischen und so vielen indonesischen Rezepten zu finden ist, ich schaue gerne immer wieder rein! Viele Grüße aus Karlsruhe, Katharina

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  2. Hallo Katharina,

    es freut mich zu lesen, dass ich auch ein-zwei Stammleser habe, danke :)

    Ach, auch die Germanisten sollten ihr Fachgebiet nicht zu ernst nehmen. Früher war ich auch ein glühender Verfechter der Bewahrung einer korrekten Hochsprache, heute sehe ich das gelassener. Sprache ist einfach ein wandelbares System, das hauptsächlich Kommunikation ermöglichen muss, weshalb innerhalb des entsprechenden Kontextes auch Phänomene wie Sozio- oder Dialekte ihre Berechtigung haben. Das soll natürlich nicht heißen, dass in anderen Kontexten nicht auch formale Vorgaben eingehalten werden müssen und Sprache durchaus auch Kunst sein kann. Ist ein bisschen wie mit dem Essen :P

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